Hydraulik
-  Axialkolbeneinheiten

Axialkolbeneinheiten

Unsere Einheiten

... sind Axialkolbenpumpen, welche nach dem Schrägscheibenprinzip arbeiten. Beim Hydromotor wälzen sich die mit Drucköl beaufschlagten Kolben auf der in genau bestimmtem Winkel geneigten Schrägscheibe ab und erzeugen über Zylindertrommel und Antriebswelle ein vom Systemdruck abhängiges Drehmoment. Der durchfließende Ölstrom bestimmt dabei, weitgehend unabhängig vom Systemdruck, die Drehzahl der Welle.
Bei der Hydropumpe werden über Antriebswelle und Zylindertrommel die Kolben zwangsweise mitgenommen. Die herausgehenden Kolben erzeugen entsprechend dem Winkel der Schrägscheibe einen Saughub; die hineingehenden Kolben bauen dann den Systemdruck auf. Die Steuerung von Saug- bzw. Druckhub übernehmen ebene Steuerschlitze (Schlitzsteuerung).

Diese Steuerungsart erlaubt Reservierbetrieb und durch rotationssymmetrische Innenteile sehr hohe Drehzahlen. Durch die Verwendung von 9 Kolben wird auch bei kleinen Drehzahlen genügend gleichmäßige Pulsation erreicht.

Bei Pumpen und Motoren mit verstellbarer Fördermenge ist die Schrägscheibe in einer Wippe angeordnet, die mit zwei kräftigen Zapfen in dem Pumpengehäuse gelagert ist. Die Volumenstromänderung wird in der Regel außerhalb von Pumpe bzw. Motor vorgenommen.

Die großzügige und strömungsgünstige Dimensionierung der Saug- und Druckräume ergeben einen sehr hohen Wirkungsgrad bei gleichzeitig niedrigem Geräuschniveau. Zylindertrommel, Welle und Kolben werden aus gehärtetem Stahl, das Gehäuse wegen der hervorragenden Wärmeabstrahlung aus Leichtmetall gefertigt. Die Ölzuführung bzw. Ölabführung übernimmt der Steuerdeckel aus Mehrstoffbronze. Das Betriebsspiel zwischen Steuerdeckel und Zylindertrommel stellt sich selbsttätig ein.

Der volumetrische Wirkungsgrad liegt bei 95%.


Zulässige Drehzahlen

Bei den in den Typenblättern angegebenen Drehzahlen arbeiten die Pumpen im Selbstsaugbetrieb. Der Ölspiegel des Ölbehälters muss über der Einsaugöffnung liegen. Die Saugleitung soll kurz sein und einen großen Querschnitt haben. Wenn bei Ölmotoren kleinste Drehzahlen gefordert werden, ist es zweckmäßig, den Ölmotor mit einer Verstellpumpe unserer Bauart mit Öl zu beschicken und den Rücklauf mit einem Vorspannventil zu versehen. Dadurch ist der Ölmotor hydraulisch eingespannt und ermöglicht einen ruhigen Lauf. Der Druck ist bei Motoren mit höheren Drehzahlen entsprechend der jeweiligen maximalen Leistung zu reduzieren.


Einbau

Die Antriebs- bzw. Abtriebswelle sollte nur über eine elastische Kupplung angeschlossen werden. Eine axiale Belastung der Welle ist nicht zulässig. Kupplungen dürfen nur mit Auf- bzw. Abziehvorrichtungen montiert werden! Das Lecköl muss drucklos in den Behälter abfließen können. Der Leckölanschluss soll bei waagerechtem Einbau oben liegen. Bei Behältereinbau in senkrechter Stellung wird werksseitig eine Entlüftung vorgesehen (bei Bestellung angeben). In diesem Falle entfällt der Leckölanschluss im Steuerdeckel.


Hydrauliköl, Filter

Als Betriebsmittel ist ein Hydrauliköl nach DIN 51524/25 der Viskosität ISO VG 32 zu verwenden. Die günstigste Betriebstemperatur ist 50°C. Bei niedrigeren Betriebstemperaturen ist ein dünneres Öl zu verwenden, bei höheren Temperaturen ist ein dickeres Öl angebracht. Zum Schutz der Pumpen bzw. Motoren ist das Öl in dem System mit 25µ zu filtern, da unsauberes Öl zu Steuerflächenschäden oder Kolbenfressern führt.


Allgemeines

Pumpen und Motore können im offenen und geschlossenen Kreislauf arbeiten. Bei hydraulischen Getrieben, bestehend aus Verstellpumpe und Ölmotor, ist ein geschlossener Kreislauf günstig, da schnelleres Reversieren möglich ist, aber auch höhere Pumpendrehzahlen erreichbar sind. Durch das Konstruktionsprinzip, beste Werkstoffe auf kleinstem Raum zu verwenden, ergeben sich sehr kleine Volumina und die niedrigen Gewichte unserer Einheiten.


Einsatzbeispiele

  • Werkzeugmaschinen
    (Vorschub und Spindelantriebe)
  • Baumaschinen
    (Fahrantriebe, Lenkung und Bremsen)
  • Schiffsbau
    (Ruderanlagen, Segeltrimmung, Ankerwinden)
  • Land- bzw. Forstwirtschaft
    (Seilwinden, Förderanlagen, Rapsschneider)
  • Bergbau
    (Steinbohrmaschinen, Förderschnecken)
  • Sägewerke und Holzbau
    (Holzbohrspindeln, Sägen, Gebläse)
  • Kräne und Transportmittel
    (Trommelantrieb, Kehrwalzen, Staubsauger)
  • Druckmaschinen
    (Druckwalzenreinigung)



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Fertigung nach Kundenzeichnung
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Bei der Herstellung von einbaufertigen Präzisions-drehteilen verarbeiten wir alle gängigen Materialien, wie z.B. Nitrierstähle, Werkzeug-und Automatenstähle, NiRo-Stähle, Bau- und Bauedelstähle, Luft- und Raumfahrtstähle sowie NE-Metalle und Kunststoffe.